Euro Kredit: Kredite und Finanzierung

Genossenschaftsbanken

Die erste leichte Antwort ueber die Frage, was Genossenschaftsbanken sind, gibt der Name, es sind Banken, die Genossen
und Genossinnen gehoeren. Die sachliche Antwort dafuer ist, Genossenschaftsbanken sind Kreditinstitute welche die
Rechtsform oder auch Gesellschaftsform einer eG, sprich eingetragenen Genossenschaft haben. Als Genossenschaften
muessen sie demzufolge, nach den 166 Paragraphen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) auch als solche fungieren.
Die dritte Kategorie, naemlich deutsche Banken bilden die Genossenschaftsbanken neben den oeffentlichrechtlichen und privaten
Kreditinstituten . Deutschlands eingetragene Genossenschaft hat Tradition und eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert
reichen. Bereits am 1. Mai 1889 wird die Grundidee “Selbsthilfe“ im Genossenschaftsgesetz verankert. Noch heute tragen die
Raiffeisenbanken den Namen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einer der ersten Gruender der ins Leben gerufenen
Genossenschaftsbanken. Nach dem § 1 des Genossenschaftsgesetzes, kann jeder Buerger Mitglied einer
Genossenschaftsbank werden, die Mitgliedschaft wird dabei formell geregelt, mit der Beitrittserklaerung initiiert und mit der
Urkunde besiegelt. Berechtigt ist jedes Mitglied, Geschaeftsanteile zu erwerben, jedoch oft nur mit der voraussetzung, auch
Bankkunde zu sein, falls es von der Satzung der jeweiligen Genossenschaftsbank vorgegeben wird. Es ist auch moeglich das
bei anderen Genossenschaftsbanken, der zukuenftige Kunde erst Mitglied wird, Beitritt entrichtet und erst dann ein Konto
Eroeffnen muss. Nach laut Satzung kann die Mitgliedschaft nach geregelen Kuendigungsfrist beendet werden. Jaehrlich
Beglueckt die Inhaber der Anteile eine ansehnliche Dividente, deren Hoehe bei der jaehrlichen Vertreterversammlung beschlossen
wird. Etwas bitter dabei ist jedoch, dass die Anzahl Anteile bzw. (die Summe, die fuer die Anteile gekauft werden duerfen).
begrenzt ist und von Genossenschaftbank zu Genossenschaftsbank laut Satzung unterschiedlich ist. Im Insolvenzfall hat
das Mitglied jedoch die theoretische Haftpflicht, wobei es gegebenenfalls mit der Haftsumme dran waere mit der es laut
Satzung ausgemacht wurde. Die Genossenschaft gilt jedoch als die insolvenzsicherste Rechtsform !
Deutschlans bekanntesten Genossenschaftsbanken sind die Volksbanken und die Raiffeisenbanken. Es gibt auch
mittlerweile die VR banken (Volks und Raiffeisenbanken bzw viele Sparkassen und Darlehenskassen, die als
Genossenschaftsbanken fungieren. Die bekanntesten darunter sind die Sparda Banken (Spar und Darlehenskasse und die
PSD Banken. An den Genossenschaftsbanken ist das Gute ihre flaechendeckende Filialnetze, die moderne Fusionswelle
allerdings hat auch die Genossenschaftsbanken ueberrollt, in den letzten Jahren haben sie ihre Filialnetze verduennt.
Die Genossenschaftsbanken sind keine deutsche Spezialitaet, in mehreren europaeischen Nachbarlaendern gibt es sie
auch.